Sonntag, 19. August 2007

Becks hits New York

Am Donnerstag hab ich mir die New York Post gekauft und geschaut, ob's irgendwelche Sportereignisse sind. Dabei entdeckte ich, dass am Sonntag ein Heimspiel von Red Bull N.Y. vs. L.A. Galaxy ist. Als Fussballfan denk ich mir, dass sollte ich mir nicht entgehen lassen, auch wenn "Soccer" hier keinen interessiert.
Am Samstag war ich mir da nicht mehr so sicher, denn die New York Post titelte auf Seite 1 in grossen Lettern "Becks hits N.Y." So machte ich mich auf den Weg zum Giants Stadium und da kommt man nur via Shuttle-Bus hin. Waehrend der Busfahrt hatte ich eine nette Unterhaltung mit einer Dame aus Nordengland, die fuer die EU-Kommision bei den Vereinten Nationen arbeitete. Sie erzaehlte mir, dass ihre "Chefin", Fr. Ferrero-Waldner, auch staendig hier ist - ueber die sie ein englisches Wort verwendete, dass ich nicht kannte, es war aber eher negativ.
Dort angekommen, in wenigen Minuten ist Anstoss, ging ich direkt zum Eingang und es passierte das, was passieren musste - die Karte war ungueltig (siehe Post zuvor). Das Spiel war aber doch nicht ausverkauft und so investierte ich nochmals 40$, um doch noch reinzukommen. Drinnen angekommen, staunte ich, dass wirklich nur mehr einige wenige Plaetze im 60.000 Zuschauer fassenden Stadion frei waren. Beckham genuegt, um die Massen fuer Fussball zu begeistern.
Das Spiel entschaedigte aber dann fuer einiges, v.a. weil die Amis anscheinend Fussball ohne Defensive spielen. So ging Red Bull auch nach einigen Minuten in Fuehrung, doch Galaxy glich postwendend aus und gingen nach einem Eckball von Beckham auch gleich in Fuehrung. 8 Minuten - 3 Tore. Dann war ein wenig Flaute, aber nur was die Tore betrifft, Chancen gab es auf beiden Seiten wie am Fliessband. Vor der Pause war ein Angriff von Red Bull dann doch noch erfolgreich und die Mannschaft von Markus Schopp (spielte aber nicht, weil verletzt) konnte ausgleichen. In der zweiten HZ gings dann so weiter: 3:2, 4:2, 4:3, 4:4 und in den letzten Minuten schaffte es Red Bull noch, den Siegestreffer zu erzaehlen. Nochwas zu den Zuschauern: wie erwartet gibts weder Fahnen noch Gesaenge, abgesehen von einem spaerlichen "Let's go, Red Bull". Nur die Welle ging staendig durchs Stadion, auch als Red Bull in Rueckstand war. Dazu kam noch, dass Beckham von einigen Zuschauen bei jedem Freistoss und Eckball ausgebuht wurde.
Nach dem Spiel war die Schlange fuer die Rueckfahrt nach N.Y. noch um einiges laenger als bei der Hinfahrt. Ich wartete ca. 1 Stunde. Die Amis nehmen sowas aber mit erstaunlicher Gelassenheit zur Kenntnis, vordraengen oder reindraengen tut sich da niemand. Im Bus plauderte ich dann noch mit einer Freundesgruppe aus Brooklyn. Ich erzahlte Ihnen ueber die Stimmung bei Fussballspielen in Oesterreich. Sie waren begeistert, als sie von den Gesaengen und Choreographien hoerten. Sie wuerden auch gern sowas machen, aber sie wissen nicht mal, wie sie Fahnen oder anderes Material ins Stadion bringen sollen.

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